DIE FSK

Die FSK (Freiwillige Selbstkontrolle) wurde 1949 ins Leben gerufen, mit der eigentlichen Bestimmung, Filmwerke- ausländische wie inländische- auf ihre politische Intention hin zu überprüfen, ganz besonders sollte verhindert werden, das dem Kinobesucher erneut Nazi- Ideologie vermittelt wird. Die FSK besteht aus ständig wechselnden Komitees, die aus Vertretern von Kirche, Kinobetreibern, Kulturministerien und Privatpersonen bestehen.
Filmverleiher müssen der FSK GAR NICHTS vorlegen, da diese freiwillig ist und nicht staatlich. Das heißt, der Filmverleiher kann die FSK einfach "übergehen" und den Film vertreiben. Aber es ist klar, dass ein solcher Film schnell eine Untersuchung auf sich lenkt.
Die FSK soll diese Untersuchung im Vorfeld ausschließen: Sie prüft die synchronisierte Fassung des Films ca. zwei Wochen vor dem Kinostart und entscheidet dann, ab welchem Alter der Film zugänglich gemacht werden kann. Wenn ein Film einzelne Szenen enthält, die gegen §131 oder §184 StGB verstoßen, dann EMPFIEHLT die FSK die Herausnahme der spezifizierten Szenen, wobei die Empfehlung auf jede einzelne Szene genau beschrieben ist. Nun hat der Vertreiber die Wahl:
Entweder er schneidet die Szene(n) heraus und damit die Gewährleistung, dass der Film nicht von irgendeiner Staatsanwaltschaft angeklagt werden kann, oder er lässt die Szenen im Film, bekommt kein "FSK- freigegeben"- Siegel und zieht die Aufmerksamkeit der Staatsanwaltschaft auf sich.
Es kann auch sein, das ein Vertreiber den Film, aus kommerziellen Gründen, ab einem bestimmten Alter freigegeben haben möchte. In diesem Fall prüft die FSK die Anfrage und empfiehlt die Herausnahme der Szenen, die für das entsprechende Alter ungeeignet sind. Ein Beispiel:
Der Verleih UIP wollte in Deutschland eine Version von "Ghost" , die "ab 12 Jahre" freigegeben wurde, so wurde der Film leicht geschnitten herausgebracht, anstatt der ungekürzten "ab 16 Jahre" Fassung.
Meistens werden jedoch schon Szenen von den Vertreibern selbst herausgenommen, denn die FSK- Prüfung erfolgt recht spät und bei etwaigen Schnittempfehlungen wird ein zweiter Prüfungsterim angeboten, der dann zumeist nach dem Kinostart liegt. Um das zu vermeiden, wird lieber nach dem Motto "lieber etwas mehr, auf Nummer sicher" geschnitten. Die FSK lässt schon eine MENGE durchgehen. Vielmehr unternimmt der Verleiher schon vorab Schnitte, um diese dann auch als gleichwertige Videofassung anbieten zu können. Auch hierzu ein Beispiel: Roland Emmerichs "Universal Soldier" hatte die FSK völlig ungekürzt passiert, weil die FSK nichts an einer Freigabe "ab 18" zu bemärkeln hatte.
Wichtig ist auch noch, das die FSK KEINE Videoindizierung vornimmt. Hierfür ist die  BPS (früher BPjS = Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften) zuständig.